zwanzig und fabelhaft: Wer bin ich?

zwanzig und fabelhaft: Wer bin ich?

Wer bin ich? Und wo will ich hin? Fragen, die ich mir seit dem Abitur stelle. Damals standen alle Türen offen…Studium, Ausbildung, Jobben oder um die Welt reisen. Zu viel Auswahl und zu wenig Aufschluss darüber, was man eigentlich möchte. Da beneidet man doch die Medizin- & Lehramts-Studenten um ihre Passion, die sie schon seit der 3. Klassen für ihren Job-To-Be haben.

Für andere, wie auch für mich, heißt es dann erstmal ausprobieren, in verschiedene Richtungen steuern, sich irgendwie selbst zu finden und vielleicht auch mal hinzufallen. Nebenbei erwische ich mich selbst aber dabei, wie ich auf die Fragen “Wer bin ich? Und wo will ich hin?”  keine Antwort suche, sondern einfach nur an ihr vorbei gehe und in sie hinein lebe. Denn die Frage hat ja viel mehr in sich, als nur die Frage nach meinem Future-Job oder meiner Ausbildung…

Ich kann also so viele Pinterest Moodboards über meine Zukunft erstellen wie ich möchte, weiß aber trotzdem noch nicht, in welche Richtung ich meine Persönlichkeit entfalten möchte. “Wer bin ich” ist ja auch eine Frage der Herkunft – welche Werte mir mit auf den Weg gegeben wurden, was ich bisher daraus gemacht habe und wie zufrieden ich mit dem bin, was bisher geschehen ist. Im Gegensatz dazu ist die “Wo will ich hin”-Frage eher eine Frage der Zukunft und vielleicht auch ein bisschen des Schicksals. Denn mein “Wo will ich hin” kann durch so viele kleine Puzzleteile verändert werden, über die ich bei der Erstellung meiner Bucket-List niemals nachgedacht hätte.

Die Fragen über Fragen die ich mir also fast täglich stelle und die Antworten darauf, was aus mir mal werden wird, sind wahrscheinlich in einem großen Überraschnungs-Ei verpackt, das ich nur nach und nach öffnen darf. Währenddessen bleibt also die Unsicherheit vorhanden, die richtigen Türen zu öffnen und zu schließen. Die Unsicherheit darüber, ob der Weg der richtige ist. Aber auch die Zeit dafür, mich zu entfalten wie ich möchte, meinen Wegen auch mal auszubrechen und die Zeit in der “Erwachsen-Sein” manchmal ein Fremdwort ist.

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