Mein erstes Mal: Menstruations-Tasse

Mein erstes Mal: Menstruations-Tasse

Shame on me! Ich habe seit 7 Wochen keinen Satz mehr aufschreiben können und dann komme ich direkt mit so einem intimen Thema um die Ecke. Sorry, wenn ich hier jetzt den ein oder anderen mit meiner plumpen Art überrumple. Aber diese Erfahrung, die ich mit meinem eigenen Körper machen durfte, möchte ich euch nicht vorenthalten. Denn, schon mal vorweg…es war eine sehr gute Erfahrung.

Für alle, für die das Thema jetzt hier zu weit geht und die gar nicht wissen wollen, was Frauen während ihrer Periode machen…ich kann das verstehen und bin nicht böse wenn ihr an dieser Stelle aussteigt. Aber eins möchte ich vorab noch sagen. Auch ich habe nicht daran geglaubt, dass ich irgendwann mal mit einer Tasse in meinem Uterus rumlaufe, aber ehrlich gesagt: Wenn uns unsere Mütter damals Menstruations-Tassen statt Tampons vorgesetzt hätten, dann wäre das Ganze wahrscheinlich ein völlig normales Thema für uns.

Fangen wir also mal sachte an. Ich habe mich relativ spontan dazu entschieden, dieses neue “Trend-Damen-Hygiene-Produkt” auszuprobieren. Nachdem ich mich bei einem sehr guten Gespräch bei einer Hausparty zwischen dem 2. und 3. Gin-Tonic über die Vor- und Nachteile informiert hatte, zog es mich auch ein paar Tage später schon in den nächsten Drogerie-Markt. Dort fand ich mich also in dem Regal wieder, welches Männer nur aus Versehen betreten und musste mich entscheiden, wie ich jetzt diese Tasse aussuchen sollte. Da ich für Tee meisten die gaaaaanz großen Tassen kaufte, fiel es mir hier eindeutig schwer, eine realistische Entscheidung zu treffen. Informiert hatte ich mich natürlich nicht – ich entschied mich also für die Mitte, damit fährt man eigentlich immer gut. Spoiler: So war es auch.

Ausgepackt. Abgekocht. Eingesetzt. 

So einfach war es natürlich nicht…denn: ich musste erstmal auf meine Periode warten. Während der recht kurzen Wartezeit konnte ich mich also schon mal über tausend verschiedene Faltmethoden informieren und darüber, dass das Ganze schon so seine Übung brauchte (*Werbung* hier kann ich übrigens auch das Video von Louisa Dellert empfehlen). Ziemlich nervös entschied ich mich am ersten Tag meiner Periode also doch wieder für den Tampon. Ein Fehler. Denn am zweiten Tag zwang ich mich selbst dazu es ausprobieren und durfte feststellen, dass das ja mit ein paar richtigen Handgriffen gar nicht so schwer ist. Voller stolz trug ich also meine Mestruations-Tasse umher und fühlte mich direkt so, also hätte ich es vorher nie anders gemacht.

Etwas ungewohnt war es natürlich immer noch. Aber immerhin durfte ich so feststellen, dass ich eigentlich gar nicht verblute und es auch nur halb so schlimm sein kann seine Periode zu haben. Und ich muss zugeben, ich habe mich sonst immer sehr unwohl und fehl am Platz gefühlt, wenn ich meine Periode hatte. Die Schmerzen nimmt sie mir natürlich nicht, aber besonders beim Baden oder auch an langen Tagen kann ich hier nur Vorteile aufzählen. Schließlich braucht man keine kleinen Täschchen mehr mit 1000 Tampons rumschleppen und das gute Ding kann im Gegensatz zum Tampon ohne Problem auch bis zu 12h drin bleiben.

Und auch wenn das jetzt hier alles ein bisschen nach #Werbung klingt, ist es eine absolute Herzens-Empfehlung. Liebe Mädels da draußen, bitte fangt an euren Körper kennen und schätzen zu lernen – nicht alle Tampons sind gut für uns. Und auch wenn wir alle unsere Periode ein wenig scheiße finden, können wir lernen, damit besser umzugehen. So muss auch ich mich jeden Monat ermutigen meine Pille zu pausieren – mit meiner neuen positiven Erfahrung macht mir das aber nur noch hab so viel aus.

 

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